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Die Anrainerstädte des Sesekegebiets und der Lippeverband haben sich zusammengeschlossen und gemeinsam „ÜBER WASSER GEHEN“ auf den Weg gebracht.

Die Koordination des offiziell anerkannten Kulturhauptstadtprojekts für die Projektträger Bönen, Bergkamen, Dortmund, Kamen, Lünen, Unna sowie den Kreis Unna hat der Lippeverband übernommen. Projektautorin und Kuratorin ist Billie Erlenkamp.

Statements der Projektpartner

Fritz Pleitgen, Vorsitzender der Geschäftsführung der RUHR.2010 GmbH:
„ÜBER WASSER GEHEN ist ein schöner Beweis, wie durch die enge Zusammenarbeit der Kommunen auch in Zeiten klammer Kassen großartige Projekte entstehen können. In Kooperation mit dem Lippeverband und unterstützt durch das Land NRW sind zwölf spannende Kunstorte im östlichen Ruhrgebiet entstanden, die die Kulturhauptstadt-Programmatik "Metropole gestalten" intensiv erlebbar machen.“

Dr. Jochen Stemplewski, Vorstandsvorsitzender des LIPPEVERBANDES:
„ÜBER WASSER GEHEN ist nicht nur ein Kunstprojekt in der Landschaft, sondern auch ein Sinnbild für den Wandel der Region. Mit unserer Beteiligung an dem Kulturhauptstadtprogramm lenken wir die Aufmerksamkeit vor allem auf unsere Gewässer: Seit 1988 arbeiten wir am Seseke-Programm, 2010 wird die Umgestaltung des Fluss-Systems größtenteils abgeschlossen sein. Wir freuen uns, dass wir dies mit dem Kunstprojekt ÜBER WASSER GEHEN feiern können, indem die Seseke-Renaturierung mit künstlerischen Mitteln begleitet wird“.

NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg
"Wir kommen hier in der Region durch die Neu- und Umgestaltung der Seseke beispielhaft dem Ziel nahe, ein weiteres Gewässer für die Bürgerinnen und Bürger wieder erlebbar zu machen. Mit maßgeblicher Hilfe des Landes können die hier lebenden Menschen wieder eine natürliche Flusslandschaft in einem urbanen Umfeld erfahren. Das Gesamtprojekt ist ein gelungenes Beispiel für die Zielsetzungen des Landesprogramms "Lebendige Gewässer". ÜBER WASSER GEGEN schafft zusätzliche Attraktivität und setzt einen weiteren markanten Akzent in diesem Prozess der wasserwirtschaftlichen Erneuerung."

Michael Makiolla, Landrat des Kreises Unna
„Die Umgestaltung der Seseke und das Projekt ÜBER WASSER GEHEN sind für den Kreis Unna  wichtige Vorhaben im Rahmen des Strukturwandels. Früher war die Seseke vor allem wegen der von ihr ausgehenden Geruchsbelästigungen ein Tabubereich. Heute präsentiert sich der Fluss mitsamt seinen Uferbereichen dank des nachhaltigen Engagements vieler Institutionen, Verbände, Behörden und Menschen um eine zukunftsorientierte Stadt- und Landschaftsentwicklung als landschaftliche Perle und attraktiver Naherholungsraum. Das gemeinsam getragene Kunstprojekt ÜBER WASSER GEHEN setzt dafür nochmals einen wirklich schönen Akzent.“

Roland Schäfer, Bürgermeister von Bergkamen:
„ÜBER WASSER GEHEN ist eine außergewöhnliche Projektidee: Die Renaturierung der Seseke mit künstlerischen Interventionen an 12 Standorten erschafft eine Flusslandschaft, die Natur- und Kulturerlebnis bietet. Sie ist damit ein besonderer kulturtouristischer Anziehungspunkt in der Region. Die landschaftskünstlerischen Entwürfe der Künstler Thomas Stricker und Susanne Lorenz für die Bergkamener Standorte Sesekeknie und Adener Mühle haben in Bergkamen großen Anklang gefunden -  und sie passen zu unserem Stadtmotto: "Natürlich Bergkamen".

Rainer Eßkuchen, Bürgermeister von Bönen:
„Bönen freut sich auf viele natur- und kulturbegeisterte Radfahrer, die durch die Kunstwerke entlang des neuen Seseke-Radwegs einen ganz anderen Blick auf die Landschaft erleben werden. Die zunächst technisch wirkende Renaturierung des Flusses erhält durch die Kreativität der Künstler ein emotionales Profil. Gerade Bogomir Eckers Werk „Abnehmende Aussicht“ an der Rexe in Bönen lädt dazu ein, darüber nachzudenken, was echt und was künstlich geschaffen ist.“

Hermann Hupe, Bürgermeister von Kamen
„ÜBER WASSER GEHEN ist ein einzigartiges interkommunales Projekt, das alleine nicht umzusetzen gewesen wäre. Ich danke besonders dem Lippeverband für seine kompetente Partnerschaft. Hier kommen die Neugestaltung der Seseke und Kunst zu einer gelungenen Symbiose zusammen.“

Hans Wilhelm Stodollick, Bürgermeister von Lünen
„Auf einzigartige Weise verbindet das Kulturhauptstadtprojekt ÜBER WASSER GEHEN die Renaturierung eines Gewässers mit künstlerischen Ansatzpunkten und wird somit zu einem Vorzeigeprojekt für Europa. Mein besonderer Dank gilt dem Lippeverband und seinen Partnern, die dieses Projekt initiiert und vorangetrieben haben. Ich freue mich, dass an der Sesekebrücke am Asternweg und der Sesekemündung in Lünen neue Orte der Begegnung entstehen, die schon jetzt in der Bevölkerung angekommen sind. Ebenso lässt die touristische Attraktion des neu entstehenden Radwegenetzes entlang der 12 Kunststandorte hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.

Werner Kolter, Bürgermeister der Kreisstadt Unna
„Wir als Kreisstadt Unna freuen uns, an dem sehenswerten Projekt ÜBER WASSER GEHEN beteiligt zu sein, das städteübergreifend und verbindend Renaturierung, Kunst und Kultur am Beispiel der Seseke und ihren Zuflüssen sichtbar macht. Tom Grolls Kunstwerk „Sichtungen gehörter Stille“ am Massener Bach ist eine Aufforderung und Einladung für das Wahrnehmen des Gewässers und der Vegetation.“

Billie Erlenkamp, Kuratorin von ÜBER WASSER GEHEN
„Die international renommierten Künstlerinnen und Künstler beziehen sich mit ihren Installationen und Interventionen alle auf die Transformation, die sich verändernde Landschaft, den vom Korsett befreiten Fluss. Teils geben sie Anregungen zur Aneignung, teils überhöhen sie den Aspekt der Neugestaltung, stellen Fragen nach den schönen Linien einer Flusslandschaft oder nehmen sie mit skurril schrägen Interventionen in den Fokus“.