„ÜBER WASSER GEHEN“ - Ein Kulturprojekt an der Seseke und ihren Zuflüssen vom 13. Juni bis 26. September 2010
Die Seseke ist ein Fluss östlich von Dortmund im Kreis Unna. Sie wird durch den Lippeverband vom Abwasserkanal wieder zum natürlichen Gewässer umgebaut - eine Transformation von Kulturlandschaft, die man 2010 hautnah erleben kann.
Der Wandlungsprozess wird mit Kunstwerken begleitet, die international renommierte Künstler für zwölf Orte an der Seseke und ihren Zuflüssen entwickelt haben. Neu, spannend und experimentell ist die Einbeziehung der Künstler in den Umbauprozess der Landschaft und des Gewässers. Ein Fluss im Wandel wird zu einem kreativen, interdisziplinären Laboratorium, zu einem Ort des interkulturellen Austausches und des Dialogs.
Zum Kulturhauptstadtjahr 2010 bieten die unterschiedlichen Stadien des Sesekeumbaus den künstlerischen Interventionen erhöhten Spielraum und den Besuchern ein breites Spektrum an Flusserlebnissen und Wandlungsstadien.
Die Projektautorin und Kuratorin Billie Erlenkamp hat Künstler aus NRW, aber auch aus ganz Deutschland, den Niederlanden, Polen, Schweiz und Slowenien an die Sesekegewässer eingeladen.
Bei den zwölf Kunststandorten finden sich Landschaftskunst (Thomas Stricker, Susanne Lorenz, Diemut Schilling), interaktive Projekte mit den Menschen vor Ort (Jeroen Doorenweerd, Danuta Karsten), begehbare und „schaukel“bare Skulpturen (Winter / Hörbelt) ebenso wie die humorvolle oder hintergründige Inszenierungen (Bogomir Ecker, Christian Hasucha, Tom Groll, Markus Ambach und Klasse Löbbert). Viele Kunstwerke werden dauerhaft vor Ort verbleiben und vom Lippeverband unterhalten werden. Andere, wie die Installation der Klasse Löbbert, sind temporär angelegt.
Das Projekt „ÜBER WASSER GEHEN“ findet in Kooperation der sechs beteiligten Städte, Lünen, Bergkamen, Kamen, Bönen, Unna, Dortmund, dem Kreis Unna und dem Lippeverband statt.
Aktuelle Hinweise
- Donnerstag, 12. August 2010 – Public Art 2010 Kunst im öffentlichen Raum
Diskussionsspaziergang entlang Kunst und Baustelle Nähere Informationen hier
Kunst wird beklagt
Das ist bisher einzigartig im Verlauf der Kulturhauptstadt Europas Ruhr 2010: Kunst wird beklagt. Gegen drei der insgesamt 12 Kunstobjekte im Rahmen des Projekts ÜBER WASSER GEHEN hat ein Landwirt aus Bergkamen vor dem Verwaltungsgericht geklagt. Er fürchtet, dass durch die Kunst an den drei Standorten in Bergkamen und Lünen der Wasserspiegel der Seseke steigen und dadurch seine Flächen überflutet werden könnten. Es handelt sich um die Seseke-Insel „Landschaft im Fluss“ von Thomas Stricker, um die Installation einer auf- und abtauchenden Skulptur mit dem Namen „Hogarths Dream“ von Diemut Schilling und das Objekt „Line of Beauty“ von Susanne Lorenz.
Nachdem sich der Einwender mit seinen Argumenten im Planfeststellungsverfahren nicht durchsetzen konnte, hat er gegen die vorläufige Bauzulassung der drei Objekte geklagt und dabei vorübergehend einen Baustopp erwirkt. Inzwischen wurde der Baustopp wieder aufgehoben. Nun arbeitet der Lippeverband mit Hochdruck daran, die drei Kunstwerke noch bis zur Eröffnung am 13. Juni fertig zu stellen.
Weitere Informationen
- Der Projektflyer zum download: Teil Kunst (PDF) und Teil Service (PDF)
- Ganz neu: GPS Streckendaten für Radfahrer

